Von Juni bis August zeigt sich besonders gut, wie Weinbau funktioniert. Die Rebe tritt in ihre entscheidende Phase ein: die Blüte.
Der Zeitraum zwischen Blüte und Ernte wird oft als die „Hundert Tage“ bezeichnet – ein zentrales Konzept im Weinbau. Diese Zeit bestimmt massgeblich:
● wie viele Trauben wachsen
● wie gesund sie bleiben
● wie viel Zucker sie entwickeln
● wie komplex der Geschmack später sein kann
Die Arbeit eines Winzers im Sommer:
● Entgeizen: Entfernen überflüssiger Triebe, damit die Rebe ihre Energie auf die Trauben lenkt
● Ausdünnen der Traubenzone: bessere Luftzirkulation & weniger Krankheitsdruck
● Laubwandmanagement: entscheidend für die Fotosynthese
● Schutz vor Rebkrankheiten: falscher / echter Mehltau, Botrytis
Bereits jetzt kann die Winzerin anhand des Fruchtansatzes abschätzen, wie hoch der Ertrag sein wird. Im Weinkeller wird derweil die Abfüllung der Weine vorangetrieben. Geräte werden repariert und Fässer inspiziert.
Wie entsteht Wein: Die Ernte im Herbst ist entscheidend
Der Herbst von September bis November zeigt, warum Weinbau stark vom Wetter abhängig ist. Jetzt entscheidet sich, wie hochwertig ein Jahrgang wird.
Seit dem Sommer steigt in den Beeren der Zuckergehalt, während Weinsäure und Apfelsäure abnehmen – ein natürlicher Prozess, der wichtig ist, um später stabile, aromatische Weine zu erzeugen.
Für optimale Reife benötigen die Reben jetzt:
● Sonne
● Wärme
● ausreichend Wasser
In trockenen Regionen kommt oft Tröpfchenbewässerung zum Einsatz – eine effiziente Methode, um die Rebe genau im richtigen Mass zu versorgen.